Marktlage Tierischer Bereich

Rinder im Schnee; Bild A. Bader LEL

Marktblick KW 38 und Marktlage vom 31.07.2022.

KW 38/22

Preisanstieg gestoppt

Während ab Mitte August die Sommerhitze das Schlachtschweineangebot zunehmend verkleinerte und für steigende Erzeugerpreise sorgte, nehmen die angebotenen Stückzahlen mit den kühleren Temperaturen aktuell wieder zu. Dennoch liegen die wöchentlichen Schweineschlachtungen auch in KW 37 um etwa 100.000 Tiere immer noch weit unter der Vorjahresmenge. 
Aufgrund der Notwendigkeit zur Auslastung der vorhandenen Schlachtkapazitäten fragen die Schlachtunternehmen die angebotenen Tiere derzeit stetig nach. Der Fleischabsatz lässt hingegen weiter zu wünschen übrig. An der Ladentheke macht sich die Zurückhaltung der Verbraucher beim Fleischkauf aufgrund der gestiegenen Energiekosten und der Inflation deutlich bemerkbar. Auch der Sortimentswechsel im LEH bremst den Fleischhandel, weil die Grillsaision vorbei ist und saisonal weniger Ware geordert wird. 
Die seit August um +25 ct gestiegenen Erzeugerpreise konnten daher nicht vollständig an den Handel weitergegeben werden, sodass sich die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) bei der aktuell ausgeglichenen Marktlage in KW 38 wiederholt für eine unveränderte Preisempfehlung von 2,10 Euro/kg SG aussprach.
Am Ferkelmarkt stehen sich Angebot und Nachfrage meist ausgeglichen gegenüber. Die hohen Energie- und Futterkosten verhindern weiterhin eine Belebung der Einstallbereitschaft. Der Absatz von Partien ohne feste Mästerzuordnung erfordert entsprechend einen erhöhten Vermarktungsaufwand. Auch die unveränderte Preisentwicklung am Schlachtschweinemarkt bringt derzeit keine neuen Impulse. In Baden-Württemberg notieren Ferkel aktuell bei 58 Euro/25 kg Ferkel.

© Vees, LEL Schwäbisch Gmünd

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