Navigation überspringen

Bodenbrütende Feldvögel im (Öko)-Ackerbau

Feldlerche
Feldlerche

Auswirkung von Schutzmaßnahmen und deren räumlicher Anordnung auf Bruterfolg und Ackerbewirtschaftung (Projektlaufzeit: 2022-2025)

Hintergrund: 43 % der Brutvögel in Deutschland sind laut aktueller roter Liste als gefährdet, stark gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben eingestuft. Besonders stark ist der Rückgang bei Vögeln der Agrarlandschaft, insbesondere bodenbrütende Feldvögel gehen in ihren Beständen drastisch zurück. Selbst die vormals häufiger anzutreffende Feldlerche (Alauda arvensis) wird in Deutschland und Baden-Württemberg als gefährdet eingestuft.

Die Gründe für diese Bestandsrückgänge sind vielfältig, gehen jedoch einher mit der Intensivierung der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten. Sie liegen in einem Verlust von Nahrungsquellen (v.a. Insekten für die Kükenaufzucht, Samen) und von geeigneten Brutflächen. Auch die regional beobachtete Zunahme an Prädatoren (Fuchs, Krähenvögel) kann einen wichtigen Faktor für den Rückgang von bodenbrütenden Arten darstellen. Auch in ökologisch bewirtschafteten Feldern gibt es für Bodenbrüter hohe Risiken, das sind vor allem Brutverluste durch mechanische Unkrautregulierung und häufige Mahd.

Es gibt schon einige Maßnahmen, die den großen Verlusten entgegenwirken sollen und zur Förderung von Feldvögeln beitragen können, die auch schon in der Praxis umgesetzt werden. Dies sind z.B.:

  • „in crop“-Maßnahmen:
    • Extensivgetreide (weite Reihe oder reduzierte Saatstärke, keine Unkrautregulierung / Düngung), Nachteil kann ein Ertragsverlust sein.
    • Gemenge (zeitgleicher Anbau von zwei oder mehr Kulturarten auf einer Fläche, die alle geerntet werden), blühende, insektenbestäubte Gemengepartner sind besonders attraktiv, da das Nahrungsangebot für Jungvögel verbessert wird.
    • Lerchenfenster sind Drilllücken im Getreide, diese scheinen zwar förderlich, zeigte in Großbritannien aber keine signifikanten Verbesserungen auf die Vogelwelt.
  • „off crop“-Maßnahmen:
    • Blüh,- Brache oder Randstreifen, diese können jedoch auch zu einer erhöhten Prädation der Nester führen, daher sind diese besser zur Nahrungssuche als zum Brüten genutzt

Ziele des Projektes sind, Maßnahmen zum Feldvogelschutz im ökologischen und konventionellen Anbau zu etablieren, bekannter zu machen und zu bewerten. Besonders im Fokus stehen dabei FAKT II Maßnahmen wie z.B. FAKT II E8 (Mehrjährige Blühflächen) / E7 (Rotationsbrache) oder E13.1 und E13.2 (weite Reihe Getreide ohne und mit Untersaat).

Informationen  zum Datenschutz und zum Einsatz von Cookies auf dieser  Seite finden Sie in unserer Datenschutzerklärung