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Gemenge


Als Gemenge bezeichnet man alle Mischungen mit mehr als zwei Kulturarten, z.B. Leguminosenanbau (z.B. Erbsen oder Linsen) mit einer Getreidestützfrucht (z.B. Gerste), ein Bohnen-Mais-Gemenge, ein Gemenge von Ackerbohnen und Futtererbsen, Kleegras oder Blühmischungen.

Ziel eines Gemengeanbaus ist die Steigerung der Biodiversität und die Nutzung der damit verbundenen Vorteile. Gemenge können Wachstumsfaktoren besser nutzen z.B. durch verschiedene Wurzelsysteme der Gemengepartner werden Nährstoffe räumlich besser erschlossen und effizienter genutzt. Bestände mit Leguminosen können einen Beitrag zur N-Versorgung der Gemengepartner leisten. Durch die unterschiedlichen Wuchsformen geben sich Gemenge optimaler Weise Halt und reduzieren die Lagerneigung der Mischungspartner. Durch die zeitlich versetzte Entwicklung ist der Boden schon vor der Reinsaat bedeckt, was Nährstoffauswaschung und Erosion verhindert. Mischbestände können einen Beitrag zur besseren Schaderreger- und Unkrautunterdrückung im Vergleich zur Reinsaaten leisten. Sie kompensieren abiotische und biotische Schadeffekte häufig besser und können dadurch eine langfristig bessere Ertragsstabilität im Vergleich zu Reinsaaten aufweisen.
Andererseits können durch die Wahl des falschen Mischungspartners auch negative Effekte durch gegenseitige Konkurrenz auftreten. Die Wahl der richtigen Mischungspartner ist also für den Erfolg des Gemengeanbaus entscheidend.

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