Schwefeldüngung von Rispenhirse

Reifer Bestand mit Rispenhirse

Während die Rispenhirse in Deutschland im Mittelalter zu einem der wichtigsten Nahrungsmitteln zählte, ist sie heutzutage von der Anbaufläche weitgehend verschwunden. Durch die Auswirkungen des Klimawandels wächst das Interesse an trockenheitstoleranten Kulturen wie der Rispenhirse, welche auch bei höheren Temperaturen und geringeren Niederschlägen stabile Erträge liefern können. Rispenhirse eignet sich sowohl für den menschlichen Verzehr als auch für den Einsatz in der Bio-Tierfütterung, wo die Hirse durch ihre hohen Gehalten an schwefelhaltigen Aminosäuren eine interessante Futterkomponente für die Fütterung von Schweinen und Geflügel darstellt.

Um erste Erfahrungen im ökologischen Anbau von Rispenhirse zu sammeln, wurde im Jahr 2021 auf der Fläche des Hofgut Domäne Hochburg erstmalig ein Anbauversuch mit Rispenhirse angelegt. In einem Exaktversuch wird dabei untersucht, inwiefern eine Schwefeldüngung dazu beitragen kann, den Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren in den Hirsekörner und damit auch deren ernährungsphysiologische Wertigkeit im Hinblick auf die Tierernährung zu erhöhen.

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